Door No.8 – Steak und Sisterpower

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Sucht man in Wien nach einem Steakhouse, bekommt man sofort mindestens 20 Adressen vorgeschlagen – die Branche boomt -, die Konkurrenz ist groß. Mutig, wer sich vornimmt, hier mitzumischen! Genau das machen seit Dezember 2015  die Schwestern Dominique Ibesich und Janine Feyerl in ihrem „Door No.8“ in der Neubaugasse 8 im 7.Bezirk. Beide Schwestern haben Wirtschaft studiert und lange im oberen Management mit Schwerpunkt Kundenzufriedenheit gearbeitet. Aus dieser Zeit bringen sie viel Erfahrung in ihren Betrieb ein, legen auch sehr viel Wert auf Controlling und die Bearbeitung von Kundenmeinungen. Ein weiterer Impuls, ein Steaklokal zu eröffnen, kam von einem längeren Auslandaufenthalt in Neuseeland, wo es verschiedene Arten von Steaklokalen gibt und die Gäste sehr unkompliziert und offen sind. Prinzipiell wurde in der Familie immer schon im Rahmen wöchentlicher Familientreffen begeistert gegessen, was den Plan der Schwestern, gemeinsam etwas Eigenes zu machen, entstehen ließ. Mit großem Aufwand haben es die beiden geschafft, das in einem Innenhof gelegene Lokal zu einer Oase der Ruhe und des Rückzugs werden zu lassen, in der Fleisch aus Neuseeland, Nord- und Südamerika und Europa zuerst bei Niedrigtemperatur gegart wird, um seine Aromen zu erhalten und es besonders zart zu machen. Zum Abschluss grillt der Küchenchef die Steaks ganz kurz bei 1000 Grad, wodurch sich sofort eine Kruste um das Fleisch bildet. Die bei dieser Temperatur entstehenden Röstaromen runden den Geschmack ab. Küchenchef Jakob Gotthart freut sich darüber, als „Designer von Aromen und Farben“ zu arbeiten. Die Karte halten die Betreiberinnen des „Door No.8“ bewusst reduziert, die Auswahl der angebotenen Gerichte ergab sich aus Blindverkostungen, bei denen die beiden feststellten, dass das teuerste Fleisch nicht unbedingt das am besten schmeckende sein muss. So wurde in sorgfältiger Auswahl zum Wohl der Gäste entschieden, was tatsächlich auf der Speisekarte stehen soll. Auch beim Anbieten des Weins gehen die Damen neue Wege: Wurden die Weine bisher nach Rebsorte oder Herkunft eingeteilt, fasst man im „ Door No.8“ die edlen Tropfen nach ihrem Geschmack in Weinquadrate zusammen, was Einsteigern in die Weinkunde den Zugang erleichtern soll. Auch die Einrichtung des Lokals erfüllt die Erwartungen an ein Steakhouse eher nicht: Industrial style ist hier mit warmen Farben und bequemen Stoffen gemixt, um eine angenehme Atmosphäre zu erzeugen. Man kennt diese Vorgehensweise bereits: Quereinsteiger betrachten ihr Arbeitsfeld aus einem anderen Blickwinkel als Menschen, die schon länger in einer Sparte tätig sind. Die Zusammenarbeit der Schwestern verlaufe natürlich wie überall nicht immer konfliktfrei, das absolute Vertrauen untereinander ermögliche es jedoch durchaus, einmal für eine Woche  völlig abzuschalten und wieder neue Kraft zu tanken. Alles in allem ein sehr innovatives Konzept! Es bleibt zu hoffen, dass die hier mit viel Engagement geöffnete Tür den Betreiberinnen des Lokals erfolgreiche Perspektiven bietet! Weitere Infos unter: www.gastronews.wien
Fotocredit: Katharina Sosulski

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